Südtirol ohne Italien?

Schloss Tirol bei Meran
Schloss Tirol bei Meran

Am prächtigsten geht´s  halt allein

 

Südtirol: Wie viel Autonomie darf es denn sein?

 

Südtirol ist Kriegsbeute. Italien erhielt dieses kleine Land als Belohnung für den Kriegseintritt aufseiten der Alliierten im Jahr 1915. In den zwanziger und dreißiger Jahren versuchten die italienischen Faschisten die deutschsprachigen Südtiroler mit Gewalt zu assimilieren – vergeblich. Dennoch hat sich inzwischen, nach mehr als 90 Jahren Zugehörigkeit zu Italien, die ethnische Zusammensetzung Südtirols verändert. Von einer knappen halben Million Einwohnern sprechen 350.000 Deutsch, 120.000 Italienisch und 25.000 Ladinisch, eine rätoromanische Sprache.

 

Die Südtiroler haben seit 1919 immer auf ihr Recht zur Selbstbestimmung gepocht, doch zu einem Referendum kam es nie. Dafür erkämpften sie sich in der Nachkriegszeit eine weitreichende Autonomie: Schulen, Straßenbau, Stromversorgung, all das regeln sie heute unter sich. Die Autonomie hat den Südtirolern einen nie gekannten Wohlstand gebracht – und viele von ihnen mit Italien versöhnt. »Der fette Sklave ist der schlimmste Feind der Freiheit!«, klagt Elmar Thaler, der Landeskommandant der stramm selbstbestimmungsorientierten Südtiroler Schützen.

 

Die fetten Jahre sind nun vorbei, Rom muss sparen. Da denken mehr und mehr Südtiroler, dass sie es allein wohl besser haben könnten. 25,1 Prozent wählten zuletzt die Südtiroler Freiheitlichen bzw. die Südtiroler Freiheit, die einen »Freistaat« gründen wollen und bereits den Entwurf einer Verfassung geschrieben haben. Die 45,7 Prozent der Südtiroler allerdings hält es immer noch mit der SVP, Südtiroler Volkspartei, die einen eigenen Staat für unrealistisch hält und auch kein Referendum gegen den Willen Roms abhalten will. Stattdessen strebt die SVP eine »Vollautonomie« an. Die käme einer Trennung von Italien allerdings schon recht nahe. Als gesamtitalienische Aufgaben blieben nur noch Währungs-, Außen- und Verteidigungspolitik – darum mag sich dann Rom mit Brüssel streiten.   (Die ZEIT online  von Ulrich Ladurner)

Medien-Spiegel

 

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Umfrage Bayern - Neu:

(bei Landtagswahlen)

CSU               41,0 %

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Grüne            11,0 %

FDP                 7,0 %

FW                  6,0 %

Linke               3,0 %

(GMS - Stand: 19.10.2017)

Umfrage bundesweit:

(bei Bundestagswahlen)

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SPD                 21,0 %

AfD                  12,0 %

FDP                 11,0 %

Grüne              10,0 %

Linke                 9,0%

(Stand: 21.10.2017)

Bundestagswahl 2017:

CDU/CSU         32,9 %

SPD                 20,5 %

AfD                  12,6 %

FDP                  10,7 %

Linke                  9,2 %

Grüne                 8,9 %

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