Kampf für deutsche Sprache

(Bk - WSch) Es gibt Themen, die einen Dauerplatz auf der Agenda der deutschen Politik haben und weit davon entfernt sind, als erledigt abgehakt zu werden. Der Kampf für die deutsche Sprache ist eines dieser Themen, und es verlangt ein Bohren dicker Bretter. Was beispielsweise dem Normal- bürger als Normalfall erscheint, dass die deutsche Sprache im europäischen Politikbetrieb gleichrangig neben Englisch und Französisch steht - schon allein deshalb, weil Deutschland das größte Land der Europäischen Union ist und weil der deutsche Steuerzahler der Hauptfinancier und der Hauptbürge des politischen und finanziellen europäischen Geschehens ist -, ist von der Realität weit entfernt. Wie weit, geht schon daraus hervor, dass wichtige Texte der EU-Kommission, die der Deutsche Bundestag behandeln und beschließen soll, den deutschen Parlamentariern keineswegs in deutscher Übersetzung vorliegen.

Erfreulich ist, dass sich insbesondere Parlamentarier der CSU in ihrem Einsatz für die deutsche Sprache nicht entmutigen lassen. Ein Beispiel für viele andere liefert hier Bundestagsvizepräsident Johannes Singhammer. Der Bundestagsabgeordnete aus dem Münchner Norden ist immer dann und dort zur Stelle, wenn und wo die deutsche Sprache bedrängt und zurückgedrängt wird oder werden soll, vor allem auch dort, wo dies auch von deutscher Seite geschieht. So empört sich Singhammer zu Recht, wenn der FDP-Euro- paabgeordnete Alexander Graf Lambsdorff fordert, dass Englisch in Deutschland Verwaltungssprache werden müsse.

"Warum überhaupt in Deutschland noch studieren?"  Wenn von deutschen Universitäten angekündigt wird, dass ab 2020 Masterstudiengänge zwingend ausschließlich in Englisch durchgeführt werden sollen, bezieht Singhammer klar Gegenposition: „Statt durch selbsterfüllende Prophezeiungen Deutsch als Wissenschafts- sprache bewusst abzu- werten, ist es richtig, die Chancen unserer Sprache, gerade auch im Ingenieurbereich, zu nutzen.“ Wenn an deutschen Universitäten auf Englisch unterrichtet werde, warum dann, so Singhammer, überhaupt noch Deutsch lernen? Und die nächste Frage, so der CSU- Politiker in einem Beitrag für die FAZ: „Warum dann überhaupt noch in Deutschland studieren?“

Singhammer hatte kürzlich in Kasachstan Gelegenheit, die Folgen der Ankündigung englischsprachiger deutscher Universitäten als Menetekel zu beobachten: „Junge Kasachen, die bisher Deutsch lernten, weil sie in Deutschland studieren wollen, üben sich jetzt in Englisch.“ Die deutsche Sprache hält unser Land zusammen. Und gerade globale Vernetzung und Einwanderung machten es, so Singhammer, notwendig, die deutsche Sprache in allen Lebensbereichen zu nutzen. So berührt es den Bundestags- vizepräsidenten merkwürdig, wenn eine Bank, die sich „Deutsche“ nennt, zu wichtigen Veranstaltungen in der Bundeshauptstadt mit dem Hinweis einlädt, dass ausschließlich Englisch gesprochen werde. Wenn in Berlin bei offiziellen Einladungen englische Aus- schließlichkeit angekündigt werde, müsse man auf diesen Termin eben verzichten. Das habe doch etwas Selbstverständliches. Respekt, Johannes Singhammer!

Umfrage Bayern (neu)

CSU        42,0 %

AfD         13,0 %

SPD        13,0 %

Grüne     12,0 %

FW            7,0 %

FDP           5,0 %

(GMS 17.5.2018)

Umfrage Bund (neu)

CDU/CSU            32,5 %

SPD                    16,5 %

AfD                     15,5 %

Grüne                 11,5 %

Linke                  11,0 %

FDP                      8,0 %

(Insa 23.5.2018)

Bundestagswahl 2017: 

(Ergebnis am 25.9.2017)

CDU/CSU      32,9 %

SPD              20,5 %

AfD               12,6 %

FDP               10,7 %

Linke              9,2 %

Grüne             8,9 %

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