Autonomer Freistaat Südtirol?

Landeswappen Südtirol
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Südtiroler Volkspartei jetzt ohne absolute Mehrheit der Mandate

 

Landstagswahl in Südtirol – Los von Rom!

 

Unabhängiger Freistaat Südtirol? Über ein Viertel aller Südtiroler wollen möglichst schnell weg von Italien. Als nächster Schritt wird vollständiger Steuerhoheit angestrebt.

 

Bozen November 2013 – Zeitenwende in Südtirol: 55 Jahre lang, von 1948 bis 2003 errang die Südtiroler Volkspartei (SVP) immer absolute Mehrheiten. 2008 rettete sie mit 48,1 Prozent noch einmal die absolute Mehrheit der insgesamt 35 Mandate im Bozener Landtag. Jetzt ist die Zeit der absoluten Mehrheiten in Südtirol vorläufig vorbei. Mit 45,7 Prozent hält die SVP im neuen Landtag nur noch 17 Mandate.

Um die italienische Sprachgruppe einzubeziehen, hat die SVP, trotz absoluter Mehrheiten nie ohne italienische Koalitionspartner regiert, zuletzt mit der Demokratischen Partei (PD) von Enrico Letta. Nach der Landtagswahl 2013 ist sie nun auf einen Koalitionspartner angewiesen. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird das wieder die PD sein, die von sechs auf 6,7 Prozent zulegte und wieder mit zwei Mandaten im Landtag vertreten sein wird.

 

Gewinner der Wahl sind zwei Parteien vom rechten deutschsprachigen Flügel: Die Freiheitlichen legten von 14,3 auf 17,9 Prozent (6 Mandate) zu und die Süd-Tiroler Freiheit von 4,9 auf 7,2 Prozent (3). Die Grünen gewannen von 5,8 auf 8,7 Prozent (3). Jeweils ein Mandat gewannen die Forza Alto Adige, die Fünf-Sterne-Bewegung von Beppe Grillo und eine ladinische Parteienverbindung.

Freiheitliche und Süd-Tiroler Freiheit streben ein „los von Rom“ an – erstere in Form eines unabhängigen Freistaats Südtirol, letztere durch die Wiedervereinigung mit Österreich. Die SVP zielt gegenüber Rom auf die sogenannte Vollautonomie mit vollständiger Steuerhoheit.

 

Mit der Wahl endet auch die 24-jährige Regierungszeit von Landeshauptmann Luis Durnwalder. In seinen Regierungsjahren ist die ehemals arme Region zur reichsten Provinz Italiens aufgestiegen. Designierter Nachfolger ist der 42-jährige Bürgermeister aus Völs am Schlern, Arno Kompatscher. Als Listenführer für die SVP gewann er 81107 persönliche Vorzugsstimmen und ist damit Südtiroler Stimmenkönig und großer SVP-Hoffnungsträger für eine neue Politik im kleinen Paradies an Etsch und Eisack.  (Bayernkurier – Mätzke)

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