"Bauern-Soli"? mit Tierwohl-Cent"

Der grüne Landwirtschaftsminister Cem Özdemir bringt einen Bauern-Soli auf tierische Produkte ins Spiel. Mit dem milliardenschweren „Tierwohl-Cent“ könne der tierwohlfreundliche Umbau von Ställen finanziert werden.

 

Was er nicht sagt, hat man schon 2020 ausgerechnet: Um 3,6 Milliarden einzusparen, müssten für Fleisch weitere 40 Cent pro Kilo erhoben werden, für Milch weitere zwei Cent je Liter, auf Butter und Käse wird 15 Cent aufgeschlagen. Auf einer Bauern-Demo in Ellwangen (Baden-Württemberg) letzte Woche nannte Özdemir keine genaue Summe. Er sagte nur: „Das würde man am Fleischpreis kaum merken.“

 

Immer mehr Vorschriften für unsere Bauern, Verbote, Gebote zu Stallgrößen – die Regierung will, dass unsere Lebensmittel teurer werden. Dabei sind die Preise für Lebensmittel 2023 vor allem durch eine Inflationsrate von 5,1 Prozent sprunghaft in die Höhe geschossen.

 

Trotz dieser kritischen Gemengelage hat Özdemir den „Ramschpreisen“ den Kampf angesagt. Was der Landwirtschaftsminister „Ramschpreise“ nennt, sind für die meisten Deutschen aber einfach bezahlbare Preise. Günstig und trotzdem gut.

Was ist das für eine Politik, die sie uns verbieten will, preiswerte Lebensmittel einzukaufen? Mit welchem Recht?

 

Bei unseren vorbildlichen Lebensmittel-Richtlinien ist alles gut, was in den Regalen der Supermärkte liegt. Cem Özdemir geht es darum, bestimmte Vorgaben für die Produktion zu machen, die – so glaubt er – zu mehr Tierwohl und zu mehr Klimaschutz führen. Aber eben auch zu höheren Preisen.

 

Da ist es wieder – das Lieblingswort der Ampelkoalition, auch im Zusammenhang mit Lebensmitteln. Das Wort heißt … Klimaschutz. Selbstverständlich müssen die Bürger dafür tiefer in die Tasche greifen. Ob China, die USA, Indien oder Russland die Welt verpestet – wir müssen sauber sein. Wir müssen angeblich bei der Klima-Transformation Vorbild sein. Dass die Bürger dafür immer mehr zahlen müssen, schert unsere Regierung nicht.

 

Ist einer mal auf die Idee gekommen, dass die Menschen lieber günstig einkaufen, als den allgegenwärtigen Klimawahn zu bedienen?